Darum boomt Diktieren im Homeoffice

Das Arbeiten im Homeoffice hat die Benutzerzahlen von Diktierlösungen in der Cloud in die Höhe schießen lassen. In diesem Blog Post gehen wir auf Ursachensuche.

Eine Umfrage des Fraunhofer Institut gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung unter 500 Unternehmen in Deutschland ergab, dass während der Corona-Pandemie annähernd 70 Prozent der normalerweise im Büro arbeitenden Belegschaft komplett oder zu großen Teilen im Homeoffice sind. Im Vergleich dazu: Vor der Pandemie gab es bei der Hälfte der Unternehmen überhaupt oder nur sehr begrenzt Möglichkeiten für Homeoffice.  

Die mittlerweile 10 Monate der Corona-Pandemie haben nicht nur unser Berufsleben verändert sondern auch Dynamik in einen Nischenmarkt gebracht, nämlich Diktieren und Sprachtechnologie. 

Warum ist das so? 

In Ruhe sprechen 

Sprechen ist bis zu sieben Mal schneller als tippen und in Branchen wie dem Gesundheitswesen oder Rechtswesen seit Jahrzehnten die gängige Arbeitsweise. Für Radiologen zum Beispiel ist es schwer vorstellbar, ihre Befunde mit der Hand zu tippen. Für die klassischen Büroarbeiter ist Diktieren jedoch für lange Zeit nicht naheliegend gewesen und das Tippen mit der Tastatur das gängige Eingabemedium, um Inhalte zu erstellen.  

Diktieren ist eine Technik, die gelernt sein will und für die es ein bisschen Übung braucht. Schließlich muss man in Schriftsprache formulieren und sich auch angewöhnen Satzzeichen und die Formatierung mit anzusagen, zum Beispiel “Punkt” oder “neuer Absatz”.  

Das Großraumbüro, mit fehlender Ruhe und Konzentration, stellte für viele Diktier-Einsteiger bislang jedoch eine gewisse Barriere dar. Schließlich will man nicht, dass Kollegen mithören oder Nebengeräusche stören den Gedanken- und Diktierfluss. 

Da nun viele Mitarbeiter zumindest zeitweise im Homeoffice arbeiten, erlebt auch das Diktieren starken Zustrom. Die cloudbasierte Lösung SpeechLive zum Beispiel konnte im Jahr 2020 die Benutzerzahlen verdoppeln, auch weil sie 100% Homeoffice-tauglich ist.  

Arbeitsbelastung steigt 

Die zitierte Umfrage zeigte zwar, dass die Arbeitsstunden und Überstunden generell nicht signifikant steigen, dass sich jedoch Arbeitstätigkeiten in Randzeiten verschieben. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da zahlreiche berufstätige Eltern nebenbei Homeschooling und Kinderbetreuung erledigen müssen.  

Eine viel diskutierte Frage ist, ob die Produktivität im Homeoffice steigt oder sinkt. Die Umfrage zeigte, dass die Produktivität im Homeoffice nicht sinkt. Aber: die fehlende Ausstattung wird als Manko gesehen. So haben Unternehmen in der Vergangenheit ihren Mitarbeitern einen voll ausgestatteten Büroarbeitsplatz zur Verfügung gestellt und ihnen mit Laptop und Smartphone die Möglichkeit für mobiles Arbeiten gegeben. Ein zweiter ergonomischer Arbeitsplatz zuhause ist jedoch in vielen Fällen Mangelware.  

Auch deswegen lassen immer mehr Menschen im Homeoffice die Tastatur links liegen und erstellen ihre Dokumente, Protokolle, Emails oder sogar Arbeitsanweisungen mit ihrer Sprache. Man kann sich frei im Raum bewegen, den Rücken entlasten und erledigt mühsame Tätigkeiten einfach deutlich schneller.  

Zuletzt darf man nicht vergessen, dass Sprachtechnologie längst im kollektiven Bewusstsein angekommen ist – Stichwort Google, Alexa und Co. Auch im Arbeitsleben wird sie immer mehr zum Trend. Sie denken ebenfalls darüber nach, Sprache-zu-Text in Ihrem Arbeitsalltag einzusetzen? Wir freuen uns über Ihren Kommentar! 

Katharina Lehner
Katharina Lehner

Marketing Managerin bei Philips Speech, dem globalen Marktführer für professionelle Sprache-zu-Text Lösungen aus Wien. Verantwortlich für den DACH-Raum, Skandinavien, Osteuropa sowie den Mittleren Osten und Nordafrika.

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